Dienstag, 14. Juni 2011

Pfingsten an der elbe

mittlerweile bin ich ja mit allerleirauh nicht mehr reisend unterwegs, sondern nur in deutschland.
und dann eben arbeitsmässig.

dieses jahr war ich aber nun das 2. mal in dömitz an der elbe.
und das ist schon irgendwie berichtenswert.. smile.

ich traf dort einen mann mit einem boot und einem hund, den der mann für einen menschen hält.
.
wir sind die elbe gen gorleben gefahre
n.
das wetter war wechselhaft, die fahrt war schön.

der hund verlor seinen ball und der mann verbrachte seine zeit mit suchen..


ich lag in der sonne und wunderte mich über prioritäten..:)

mein eigener hund ist zwar kein mensch, aber irgendwie hatte er auf seine art auch spass









gemeinsam waren wir dann am nächsten tag noch per boot in einem kleinen kanal gen plau.
wunderschön.
und still.
..bis pater muffy aus dem radio kam. (peter maffay)

das leben steckt voller überraschungen.. smile.

Mittwoch, 16. März 2011

cesky krumlov im januar

... bei diesem bild werden erinnerungen wach..
auch polen war ja nicht so das ideale

mit-hund-reiseland..
die türkei auch nicht so wirklich..

hier ist es ähnlich: bei der besichtigung von klöstern bleiben hunde schon vor den mauern weitläufiger areale.
najuti, willie ist kummer gewöhnt nun!


cesky krumlov (dt. krummau) ist eine kleine stadt mit ca. 15.000 einwohnern.
sie verfügt über 150 (!) pensionen und 10 hotels..
warum?
nun, sie liegt total idyllisch in einer schleife der moldau, praktisch wasser-umschlossen
und ihre altstadt ist unesco weltkulturerbe.
eine art bewohntes museumsdorf halt, im sommer möchte ich hier nicht für geschenkt her..
aber jetzt im januar ist es ein verschneiter traum..


von einem parkplatz direkt an der moldau, an dem ich übernachtet habe, läuft man durch dieses "tor" in die altstadt.
von der nächsten brücke hat man gleich einen blick auf das schloss.
danach fällt man ständig in kleinen engen altstadtgassen auf die schnauze...

nagut, sicher nur im winter ;) ich musste mir jedenfalls im bata-schuhshop erstmal rutschfeste stiefel kaufen.

am marktplatz liegt das foltermuseum direkt neben der polizeiwache.. ob das einen grund hat?

die polizeiwache habe ich aufgesucht, nachdem sich willie zu einem alleingang ohne rückkehr entschlossen hatte..sie war seehr gruselig innen mit gittertüren.. und ich "wurde nicht geholfen".. niemand sprach englisch oder deutsch..
willie kam von allein zurück und deshalb waren wir auch nicht mehr im foltermuseum..smile

statt dessen waren wir dann gardinen für die regentrude shoppen, in form von pashima schals,
glühweintrinken neben diesem herrn (nur ich, willie nicht).. trafen nirgendwo touristen und blickten zwischendrin auf böhmische berge.

abends verabschiedete sich leider meine gasheizung im allerleirauh wegen zu hohem butananteil mal wieder und so durfte ich dann feststellen, das alle 150 pensionen der stadt über winter geschlossen sind.
das war pech in einer weissen stadt..
untergekommen bin ich dann in einem tenniscenter mit angeschlossenem hotel, 500 m von der altstadt entfernt.
sehr nett (selbst willie durfte hier übernachten) und günstig mit einem sehr extremen frühstück, das nur aus gefüllten süssen backwaren und schinken und ei bestand..
so konnten wir dann die nächsten tage noch ein bisschen übers pflaster rutschen, die augen von fassaden täuschen lassen, so ähnlich wie in polen,
und ganz allgemein den schnee geniessen.

ich habe dann noch das egon schiele museum besichtigt (willie nich..)
egon hat sich in krumlov 1911 sehr unbeliebt gemacht.. (heute würde man das missbrauch nennen)
wohl deshalb hat er hier nun ein sehr schönes museum?
vorher kannte ich von ihm nur die vier bäume und dieses..
aber hier wurde ich mit einer fülle von grafiken und installationen eines besseren belehrt..

(natürlich kann er duchamp´s rad für mich nicht toppen, aber schön war es trotzdem..)







2011 tschechische republik



... der "osten" hat mich wieder..
die vorerst letzte reise mit allerleirauh geht im zeitraum januar bis märz nach tschechien.
diesmal ist die reise aber nicht auszeit, sondern hat neben arbeit auch andere gründe.

ab april werde ich (hoffentlich) dann mit der regentrude unterwegs sein..

Mittwoch, 12. Januar 2011

ein nachtrag zu 2010..

8000 kilometer in knapp 3 monaten..
durch 10 länder..
vorbei an 5 meeren..

für mich war das meine erste wohnmobilreise.

1 liter öl und 2 liter kühlwasser hat das allerleirauh dabei verbraucht...
juti.. so ein paar literchen diesel auch :)

ein tolles auto
eine wunderschöne reise


warum nur bin ich zurück gekommen?
und das schon früher als geplant?

nun ja, deshalb wohl:
unterwegs kam ich nicht an einem sattelzug vorbei.
er stand im internet.

am 23.12.2010 wurde es meiner
nun habe ich neben dem märchenbus allerleirauh eine neue unendliche ausbaugeschichte:
die regentrude

hier ist sie:





Samstag, 25. Dezember 2010

400 km von istanbul zur grenze griechenlands und weiter..

kilometerfressen bis zur grenze..und dort dann ein aha - erlebnis, smile..

seitenwind kann so stark sein, das er den bus beim fahren auf glatteis quer stellt.

kurz gesagt: es wurde kalt. igitti..

schön war es am nächsten tag in kavala, einer hafenstadt im norden griechenlands.
hier gab es nochmals sonnenschein und 20°C.
..und eine burg über der bucht zum erklettern ohne wanderschuhe, smile

die autobahnen in nordgriechenland waren der renner.. eine EU- gabe der fussballWM?
egal.. supergut ausgebaut, tunnel ohne ende..
und falls frau das wetter draussen vergessen haben sollte, gab es reminder..

auf halber strecke nach igoumenitsa habe ich übernachtet,
leider ohne das navi vorher zu befragen.. es waren 1000 höhenmeter,
und meine butan-gespeiste heizung fror wieder ein.

am morgen waren 0° im auto innen, nicht lustig..selbst willie war etwas angepisst..
und der gasdruck reichte nicht mal mehr für die herdflammen am morgen:
das heisst KEINEN KAFFEE und ich war so auch nicht gut drauf..:(

200 km weiter, wieder am meer, waren dann 20°C am hafen von Igoumenitsa.
die fähre nach Ancona / Italien kostet von hier aus im winter grad mal eine tankfüllung
...und ersparte mir fast 1000 km rückreise.
nachts um ein uhr gings los..
"camping on board" gibt es im winter nicht, willie sollte die überfahrt in einer zwinger- hundbox verbringen.. (naja, meine kabine war groß genug für "schwarze schmuggelware")

der nächste tag war der 4. advent. nochmal meer, wärme und sonne.

von Ancona ging es dann in 2 tagen über mailand in die schweiz, kurz über frankreich und von dort nach hessen.

so endete diese reise am 21.12.2010.


asien trifft europa.. oder altertum und neuzeit..

oder islam trifft christentum??

ein scherz..

ISTANBUL ist alles davon und doch nur wenig.

diese stadt ist ein moloch, man kann sie in den 5 tagen, die wir da waren nicht erkunden.

das nebenstehende bild zeigt den garten eines highlights,


das Istanbul Modern (museum of modern art)

wir haben dort eine ausstellung von videoinstallationen besucht,
"The enemy Inside Me".. ich fand sie total gut.
wohnt nicht unser bester feind immer in uns selbst??

ansonsten war normales sightseeing angesagt, hagia sophia, blaue moschee, .. beide konnten wir von der dachterasse unseres hotels schon mal vor der besichtigung per kamera anlinsen..
das topkapi war auch pflicht, der harem dort von den räumen her und den mosaiken wirklich sehenswert und wunderschön.

die zisterne von yerebatan war ein weiteres highlight,
ein rundweg unter der erde durch säulengänge aus dem 6.jahrhundert.
die medusa ist auch dort in eine säule gebannt.
wie schade, das die gorgo der weisheit dort halb unterwasser über kopf steht..

neben dem sightseeing blieb noch zeit für in der sonne sitzen, im presseviertel von istanbul essen zu gehen und die nightline von den docklands aus zu bewundern.

(juti, shoppen waren wir auch..)

und dann war die gemeinsame zeit vorbei, viel zu schnell.

in istanbul altstadt (sultanahmet) gibt es übrigens auch einen womostellplatz,
direkt am marmara-meer, ca. 500 m zu fuß zum topkapi, zur hagia sophia etc. (24 std. für 10€)

nach istanbul war dann für mich kilometerfressen angesagt..

blühende rosen zum 3.advent auf den prinzeninseln


diese inseln liegen im marmara-meer.

von istanbul aus sind sie mit der fähre in einer stunde zu erreichen.
die fähre nimmt sogar hunde mit, smile..

die inseln sind komplett autofrei und bekannt für ihre schönen holzhäuser..

wir hatten total glück mit dem wetter und konnten am hafen noch draussen sitzen zum essen und bei sonnenschein die insel erkunden.

mehr bilder von badebuchten, romantik und holzhäusern gibt es hier.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

schmuggelware...

nachdem ich den ersten illegalen mitfahrer einfach erschlagen und mit falle in der ukraine entsorgt hatte,
fraß sich bruder oder schwester davon munter weiter durch die isolierung
...

und reiste illegal ohne impfpass durch 3 länder..um dann in istanbul in einer garage aus der lebendfalle entlassen zu werden.

anscheinend reichten jedoch die sprachkenntnisse nicht aus:

am nächsten tag war er/sie wieder im bus!

..nun wurde er/sie in der nähe von unserem hotel ausgesetzt. die vielen katzen werden sich gefreut haben..

Dienstag, 14. Dezember 2010

einreise in die türkei am 7.dezember..

zum ersten mal nach insgesamt 4 grenzen..
freundliche grenzbeamte..

niemand will alle schränkchen im bus öffnen..
niemand willies papiere sehen, die mittlerweile einen kleinen ordner füllen..

statt dessen heisst es:
welcome to turkey! enjoy istanbul!
wie schön.

nur das navi spinnt wieder mal! statt der erwarteten 230 km bis istanbul, zeigt es mir über 2000 km an..

noch schöner wird es nach der grenze!
es gibt eine strasse mit einheitlichem
strassen belag!
ich wusste schon gar nicht mehr wie sich sowas fährt..

ab der stadtgrenze istanbul fahre ich dann über 80 km quer durch diese gigantische stadt.
in der rush-hour..

frau gönnt sich ja sonst nichts..
3 stunden lang..

ein unvergessliches erlebnis..

3 länder in 5 tagen..

..das sind schon fast "japanische" verhaltensweisen..
aber es ging nicht anders, egalnu.

die einreise in rumänien war irgendwie doof..
- die strassen waren NOCH schlechter..(geht das überhaupt?)
- die hunde noch dünner und humpeliger (oder hatte ich schon zu viele davon gesehen?)
- ..und das navi hatte auch keinen plan..

erst als ich eine kleine fähre über einen donau-arm fand, wurde die stimmung besser..
das donaudelta ist hier ca.80 km breit, es gibt brücken und fähren ohne ende.
und die landschaft ist wunderschön! ..ich hatte zu wenig zeit zum geniessen..

einen tag später war ich schon in bulgarien.
in der stadt kavarna habe ich beim tanken den ersten reparaturbedarf am wagen nach ca.5000km
entdeckt: meine staukiste auf dem fahradträger zeigte auflösungserscheinungen..
sie enthält meinen gesamten campingpröl, also stühle, tisch, vorzelt, grill, kabelei, paddel, kajak..
und sollte eigentlich vor abfahrt noch mit winkeln verstärkt werden.
diese absicht ging natürlich im üblichen "passtschon-hältdoch-larifari" unter :)
sie hielt dann noch 12 km bis zum kap kaliakri mit panzertape und bekam dann endlich winkel..

am abend des 2. advent hatte ich diese schöne aussicht....



was man auf dem bild nicht sieht,
ist der sturm, der den bus die ganze nacht durchgeschüttelt hat..

hier habe ich auch den dauerreisenden stefan genau um einen tag verpasst.. schade, aber klappt vielleicht beim nächsten mal!

hier noch ein blick vom kap und eine stellplatzinfo.

Mittwoch, 8. Dezember 2010

die ukraine wieder zu verlassen..

ist mir nicht leichtgefallen..
in simferopol bekam willie noch seine amtstierärztliche freigabe zur ausreise, dann haben wir für die paar hundert kilometer von der krym bis zur grenze nach moldawien 3 tage gebraucht.. einen tag mit blitzeis, 2 tage dichter nebel.
von der strecke habe ich also gar nix gesehen. letzte station in der ukraine war die grenzstadt reni. sie stand komplett unter wasser, und täuschte damit einen durchgehend glatten strassenbelag vor.. naja, den hat sie definitiv nicht.. ;(
für den grenzübertritt bis nach rumänien haben wir etwas über 3 stunden gebraucht, das ist o.k. schließlich sind ja 3 länder beteiligt.
es wäre um eine stunde schneller gegangen, wenn sich der moldawische zoll von mir die fhz.ident.nr. meines wagens hätte zeigen lassen.. aber die 3 zöllner bestanden darauf, sie bei temperaturen um 0°C selbst zu suchen.. gefunden haben sie sie dann aber doch nicht..

43 tage habe ich in der ukraine verbracht, bin 3330 km gefahren und habe nicht mal 1/4 des landes gesehen. ..
aber reisen bedeutet ja nicht "abhaken" , sondern einfach da sein und schauen.
.es ist ein wunderschönes, großes land!! ich komme wieder her, das ist sicher.
die menschen sind sehr aufgeschlossen und freundlich, wenn man auf sie zugeht und sich so ein bisschen in ihrer sprache bemüht. (nur uniformträger haben irgendwie andere gene hier..)

ganz herzlichen dank an die beiden betreiber dieses forums: http://ukraine-forum.net/ !!
als ich probleme hatte, waren sie zu jeder tages- und nachtzeit für mich da.. :)
viele infos zur ukraine gibt es auch hier und hier.

das letzte touristische highlight..

der khanspalast auf dem weg nach simferopol.
ab 1500 war er fast 300 jahre lang sitz der muslimischen herrscher.
heute liegt er mitten in einer kleinen, vermüllten stadt...
die moschee ist wunderschön,
ausserdem gibt es noch ein winziges museum, in dem mir eine vitrine mit "internationalem" geschirr aus 2 jahrhunderten gezeigt wurde
:
es gab japanische, englische, französische teller....und meißen..

übernachtet habe ich auf einem hässlichen parkplatz 100 m vom palast entfernt und wurde morgens vom muezzin geweckt, das war schön!
der spaziergang durch die anlagen auch..
die nächsten tage habe ich mit klettertouren in der nähe verbracht, wieder ohne wanderschuhe.. und wünschte mir anschliessend einen wagen mit automatikschaltung..

die T0117 ist ein "MUSS"..

für krym-fahrer.. diese strasse schlängelt sich in serpentinen von yalta aus gen simferopol.
leider war es der 1. bedeckte tag und der blick auf yalta
von diesem aussichtspunkt auf halber höhe war getrübt.
etwas weiter oben würde es noch trüber: nebel mit sichtweiten um 5m..und die serpentinen immer enger..
im grunde war ich froh, die abgründe neben der strasse nicht sehen zu müssen und bin halt im 1.gang "weitergeschlichen".
die strasse hat übrigens felsüberhänge, die nicht vorher ausgeschildert sind..naja, mein hochdach ist noch dran..

oben leuchtete mir aus dem nebel ein lichtlein entgegen, eine kleine kneipe. es war saukalt, feucht, dunkel... zwar erst 3 uhr, aber der tag war gelaufen..
lecker lammschaschlik, salat, brot, und borrtsch zusammen mit dem unsäglichen ukrainischen kaffee waren jedoch eine angemessene entschädigung.
am nächsten morgen ging es durch einen kleinen canyon wieder serpentinenartig abwärts.
das wetter war immer nocht feucht, aber nicht schlecht genug für einen spaziergang mit angepasster kleidung.

Donnerstag, 2. Dezember 2010

seit den tagen in novij svit waren wir zu dritt im bus..

unterwegs. ich fand das total spannend und abwechslungsreich, smile.
die tage im hotel von Sudak waren auch total easy.
in Yalta fing es aber an zu nerven... willie nicht, der sieht alles locker, solange man ihn nicht nachts vom schlafplatz vor der badtür verscheucht.. aber ich seh manches halt nicht so locker..
zuerst gab es ein hygiene (=putz)problem..
mein auto ist ja nicht wirklich riesig und ausser von willie erwarte ich von jedem, das er halt seine krümel selbst beseitigt..
dann fingen die unkonventionellen essenszeiten an zu nerven...
wenn jemand um 2 in der früh anfängt chips zu knabbern, kann ich nicht schlafen!
ich finde auch diese art von nachtimbiss total ungesund!
dann lagen bestimmte dinge eben nicht mehr dort, wo ich sie hinzutun pflege...

alles nicht so einfach halt!
erst wollte ich mir das noch bis Istanbul anschauen, dann hat es mir aber irgendwann gereicht!
und so habe ich diese konsequenz gezogen: war 3 tage später dann auch erfolgreich!

leider musste ich gestern feststellen, das ich mich geirrt hatte..
seit Novij Svit waren wir eben nicht nur zu dritt.. :(


Mittwoch, 24. November 2010

diesen doch recht gut aussehenden (?) mann...

habe ich heute auf seiner datsche in Yalta besucht.
leider war er nicht zuhaus
e.. ist ja auch schon ein paar jahre tot
.
Anton Tschechow heisst der schöne... und das wort "datsche" ist untertrieben..
für diese art von sommerhaus .. mit diesem ambiente. leider war es geschlossen (under reconstruction), aber seine küche im nebengebäude durfte ich besichtigen, und das schlafzimmer seiner köchin auch!
der garten am haus ist auch ein traum..selbst im november.

Tschechow hat in diesem sommerhaus in Yalta (mit unterbrechungen) ab 1899 gelebt, bis er in 1904 in Badenweiler starb. hier schrieb er die "Drei Schwestern", die ich mehrfach gelesen und "gesehen" habe, und auch die kurzgeschichte " Die Dame mit dem Hündchen", das zentrale thema des films "Der Vorleser", smile... den schau ich mir heut abend nochmal an..

die 2 tage vor Yalta habe ich kraxelnderweise unterhalb dieses stellplatzes verbracht, auch das wieder komplett ohne wanderschuhe....dann bin ich mit dem womo durch die altstadtstrassen Yaltas gefahren.. das sollte man lassen, es ist seehr steil, seehr eng und mittendrin eine fernwärmeleitung (?) in 2,50 meter höhe! ich hab sie zwar rechtzeitig gesehen, aber die 20 pkw´s hinter mir waren über das zurücksetzen nicht wirklich begeistert. (und ich war so entnervt, das es dazu halt auch keine fottos gibt..)

heute kam nun nach antons hütte reines sightseeing an der strandpromenade und ein bisschen sonne tanken hier. der strand von Yalta ist eine shoppingmeile: vladimir ilyitsch sieht dabei sorgenvoll auf die globalisierung direkt in seinem blickfeld, klamotten outlets gibt es ohne ende, selbst der modebewusste hund kommt hier auf seine kosten.. bargeld für willies rotes kleid zu holen, scheiterte am mittags-schlaf dieser katze.
ansonsten hat hier an der promenade.. herr tschechow noch hässliche motorräder im blick, weiter gibt es hochhäuser und natürlich! einen park, kleine monster und frauen ohne arme..
klar war ich auch shoppen, aber was(?) schreib ich hier nicht!

Montag, 22. November 2010

12.11.-18.11. Sudak (steinwandig)


hier in sudak sind wir wegen willies kumpel etwas länger geblieben. smile.
leider wird mein hund ziemlich oft von den halbwilden anderen hier vermöbelt.. und wenn er dann mal einen freund findet, sei ihm das gegönnt.

gewohnt haben wir in dieser zeit in diesem hotel.
das ist nicht so richtig schön am strand..
aber die hotels dort sind nun eh alle geschlossen..
auf dem weg zum strand strand hatte nur noch die haifischbar geöffnet.

aaaber schön hier war ein zimmer mit badewanne
und eine gigantische sauna mit einem tauchbecken, in dem frau schwimmen konnte.. beides habe ich genossen, bis ich schwimmhäute zwischen den zehen hatte, mein auto hat ja leider nur eine dusche..
einmal eine woche lang nicht selber kochen, war auch schön! vor allem, wenn man die ukrainische küche hier am meer geniessen kann. dies ist der blick aufs land an gleicher stelle.

Dieses genuesische fort haben wir dann auch erklommen, schließlich sind wir nicht zum spass hier, smile.
oben zeigte mir mein navi 1180 meter höhe an, ob das wohl stimmt?
na egal, auch willie fand es gut, und war komplett schwindelfrei. und sehenswert war es allemal.
Sudak im sommer würde mir wohl nicht gefallen, da steppt hier der bär...
aber auch hier gibt es wieder einen wunderschönen park ( o.k. ich wiederhol mich, aber ich liebe parks..) auch post- sozialistische..

vorgestern ging es dann weiter gen yalta (werde ich da jemals ankommen?) hier lang..
für diese strecke sollte man sich einen ganzen tag zeit nehmen! es ist eine höhenstrasse mit ausblicken ins land und aufs meer. bilder können das nur unzureichend wiedergeben.
im frühjahr, wenn der ginster blüht, muss es DER traum schlechthin sein.
jetzt ist die farb- palette der natur ja so ein bisschen eingeschränkt.

zwischen sudak und alushta gibt es schöne stellplätze direkt am schwarzen meer. nicht überall ist das ambiente so "urrgs" wie hier..
aber bei yalta gab es gestern noch einen schönen mond..

2 sonnige tage in Novyi Svit

das ist ein kleiner badeort hinter sudak, im südosten der krym.
die strasse dorthin war für flachländer wie mich schon ein erlebnis.
aber der ausblick in den kurven war wunderschön.
zwar war auch hier an der strandpromenade bis auf eine flipperhalle alles geschlossen, aber ich traf eine seltene spezis.. touristen!....russische und ukrainische badegäste, die hier jetzt noch das schwarze meer geniessen.

das besondere an Novyi Svit ist jedoch die krimsektkellerei!
hier kann man sekt, champagner, wein verkosten, und sich ein kleines museum zur herstellung dieser köstlichkeiten anschauen... und.. (wenn man mit dem wohnmobil da ist)
danach direkt auf dem parkplatz davor selig ins bett fallen ....smile
am nächsten morgen gibt es dann trotzdem noch meerblick!
zum ort gehört, wie wohl zu jeder stadt in der ukraine, die ich bisher gesehen habe, auch ein park!
hier liegt er wunderschön am hang, besteht aus den krym-üblichen kiefern und bietet im sommer bestimmt den ersehnten schatten.

Sonntag, 14. November 2010

auf dem weg nach yalta..

halfen mir am mittwoch diese 3 gesellen..
...beim ausgraben..

schon vorher wurde es etwas ungemütlich, denn in ca. 1 km entfernung waren sie lautstark hiermit beschäftigt.
der tiefere sinn der aktion blieb mir zwar verborgen,
trotzdem war ich froh, den sandspuren zu entkommen.

auf der weiterfahrt zur Krym kam ich dann an dem beliebten touristen-objekt vorbei..
ein nie in betrieb genommenes AKW, das sich seit jahren im rückbau befindet..
najuti, die kuppel is schon ab...

auf dem weiteren weg nach Yalta scheiterte ich jedoch..an mir und wegelagerei.
darüber zu berichten... nö! kein bock.

aber der erste abend auf der Krym war schön, smile, läster..
(und bitte keine kommentare, danke!)

Sonntag, 7. November 2010

nun ist es schon sonntag, und ich bin immer noch hier..


naja, kein wunder, komm ja ohne ausgraben auch nich mehr wech..
nein quatsch.
das wetter wurde immer wärmer und schöner kanns ja eigentlich kaum sein.

am ersten nachmittag konnte ich jedoch feststellen, das noch 200m weiter auf der wellblechpiste auch
ein stellplatz, garantiert "festfahrfrei" gewesen wäre..
egal, hinterher is frau immer schlauer...
der strand ist superschön, das wasser auch.
ein paar verrückte kommen auch vorbei, aber nur so einmal täglich..
für umgerechnet 40 cent konnte ich dann noch am strand 2 fische erwerben, deren verarbeitung mich allerdings stunden gekostet hat..das ergebnis gabs erst abends um elf
vorher ging schon früh die sonne unter..

zum längeren verbleib hier wurde jedoch am nächsten tag ein einkauf fällig.
das nächste dorf Askovje liegt ca. 2 km entfernt. eigentlich hat jedes dorf hier einen kleinen laden. nun, dieses nicht, war klar..umsonst hingelaufen..
also mit dem fahrrad 10 km in die nächste stadt ( Myskovje). aber nicht über die wellblechpiste, sondern am strand lang.. dabei kam ich an frustrierten kitern vorbei,
und am ursprünglich anvisierten stellplatz , der aber nicht so wirklich schön gewesen wäre.
einkauf hat geklappt denne und auf dem rückweg gab es noch sommer datschen zu sehen und als absolutes highlight: 2 nackte russen neben einem hummer- geländewagen!!!!
das ist jetzt mal kein scherz.. ich war nur zum fotografieren zu schüchtern.. ;(
ebenso schön zu sehen, das sich die neu"lackierung" vom allerleirauh hier nun bewährt.
dazu mal ein suchbild, und ein bild von der anderen seite.

wieder am auto angekommen, war willie nach ca. 25 km laufen ziemlich fertig, aber ich noch fit genug den kajak auszupacken und zumindest zu 3/4 "seetüchtig" zu machen. es war ein wunderschöner windstiller abend und ein bisschen paddeln am nächsten tag stellte ich mir schön vor.
überflüssig zu sagen, das es am nächsten tag SEHR windig war, oder?

achso: bilder sieht man, wenn man mit der maus über den text fährt und den kursiven text anklickt..

und wer jetzt noch nicht genug hat, liest meine erfahrungen mit der ukrainischen polizei
teil 1 und 2 hier im picasa zu finden..
zum lesen muss man im picasa auf zoom klicken..



Mittwoch, 3. November 2010

auf der krym seit 31.10.

hier mal eine karte der bisherigen fahrt.

bis feodosija war die landschaft recht unspektakulär, plattes land halt, aber die straßen (zumindest subjektiv) besser.

in feodosija musste ich dann einen stadtausflug machen, um einen geldautomaten zu überfallen, da mir die blaue wegelagerei bei der fahrt auf die halbinsel kerc mein ukrainisches bares abgenommen hatte.

der überfall auf den automaten klappte nicht (das ist auch so ein rätsel hier, warum visa im laden klappt, aber am automaten nicht..) aber dt. papiergeld liess sich tauschen und danach lebensmittel erstmals im supermarkt hier erwerben (vorher hatte ich immer auf märkten eingekauft).

auf dem weg von feodosija nach kerc konnte ich den ersten blick aufs schwarze meer werfen, die hauptstrasse läuft direkt am strand lang.. kein stellplatz nach meinem geschmack..

der 1. november war mein erster online arbeitstag! (nun ist also disziplin angesagt...)

verbracht habe ich ihn mitten auf der halbinsel kerc bei strahlendem sonnenschein. dies war mein nächster nachbar. ich werde jeweils einen tag 6 std. arbeiten / einen tag „frei“ machen im wechsel.

am ersten arbeitstag hab ich erstmal ausgeschlafen ;) und nach der arbeit blieb noch zeit für eine radtour.mehr bilder dazu sind hier.

am nächsten morgen früh raus (freizeit ist kostbar..) ich wollte wieder ans asowsche meer in die kasanbucht. nach 30 km war Mysive erreicht, der stellpatztipp von http://roadking66.com/Index.htm jedoch mit betonpfeilern blockiert. also weiter mit navi offroad am meer entlang.

rechts ein kiefernwald und links das meer liess französische atlantik gefühle aufkommen, direkt ans meer führte allerdings kein weg, denn zwischen strasse und meer lag ein sumpfgebiet.

und dann kam doch ein abzweig zum strand! den habe ich erstmal zu fuß erkundet, schließlich will ich mich ja nicht festfahren im sand..also genaue „bodenprüfung“ und dann den wagen an die gewünschte stelle gefahren.

ja klar: festgefahren auf der fahrerseite. (jeder mensch hat halt seine besondere begabung.. )

200 meter hinter mir stand in einer sandkuhle ein nagelneuer sprinter mit anhänger auf den ein mann gerade sand schippte. ..ob ich den mal frage.. wegen spaten und hilfe?? ach nö, is schon 10 uhr, willie auf trebe, also erstmal frühstücken. (nach dem frühstück war der sprinter weg..) aber ich wollte eh 2 tage hier bleiben, also ab in den liegestuhl mit herrn proust „auf die suche nach der verlorenen zeit“